Schafe …

… zählen scheint ein neues Hobby von Charis zu sein.

Übernommen haben wir sie ja als Mix aus Deutscher Schäferhund und Kurzhaarcollie. Da es unseres Wissens in Griechenland gar keine Kurzhaarcollie-Population gibt, hatten wir von Anfang an Zweifel. Andererseits: Wer will schon ausschließen, dass z.B. ein solcher Hund im Urlaub einen kleinen Flirt mit Folgen hatte? 😉

Letztendlich wird es immer ihr kleines Geheimnis bleiben. Uns ist es im Prinzip auch egal, wobei es im Training schon von Vorteil sein kann, über die wahrscheinlichen genetischen Dispositionen seines vierbeinigen Partners Bescheid zu wissen. Sie lassen sich dann einfach besser ins Training integrieren und im Sinne eines angenehmen Zusammenlebens nutzen. Andererseits kann das Wissen um beteiligte ‚Elternrassen‘ durchaus auch mal zum Scheuklappenblick führen, der einem die Sicht auf bestimmte Verhaltensweisen und ihre Handhabung versperren kann.

Wie dem auch sei, kurz nach ihrem Einzug haben wir aufgrund ihres Laufbildes und allgemeinen Verhaltens beschlossen, dass der zweite Elternteil vermutlich eher ein Malinois war. Doch es blieb der Eindruck, dass vielleicht eine Generation vorher mal ein ‚klassischer‘ Hütehund mitgemischt hat. So ganz ist der Collieartige ja aus der Optik und ihrem Laufbild auch nicht wegzuwischen. 😉

Seit gut einer Woche beobachten wir jedenfalls ein Phänomen, das den Hütehund wieder mehr in den Vordergrund holt: Charis beobachtet sehr gerne Schafe und lässt sich dabei nicht nur nicht aus der Ruhe bringen, sondern – für uns wirklich verblüffend – sie entspannt bei ihrem Anblick deutlich!

Schafe beobachten hat für unsere Fledermaus offensichtlich einen beruhigenden Effekt!

 

 

Dieses Phänomen zeigte sich in der vergangenen Woche zweimal kurz hintereinander in vergleichbaren Situationen. Charis war mit Reinhard am Rad unterwegs – also Reinhard auf dem Rad und Charis nebenher. 😉 Auf den Strecken gab es dann Hasen- und/oder Katzensichtungen, die bei ihr ja immer in Sekundenschnelle zu heftigen Reaktionen führen. Besonders übel sind natürlich z.B. Katzen, die trotz des unüberseh- und hörbar herannahenden Gespanns mitten auf dem Weg sitzen bleiben! Da fliegt unsere Fledermaus schon mal aus dem Fell!

Glücklicherweise schafft sie es inzwischen – Training sei Dank – auch relativ schnell sich wieder zu beruhigen, bleibt dann aber natürlich für eine ganze Weile immer noch auf einem recht hohen Erregungsniveau.

Wie es der Zufall wollte, führte Reinhards Radstrecke auf dem Heimweg an einer der in unserer Nachbarschaft beheimateten Schafherden vorbei. Er blieb also mit Charis am Zaun stehen. Sie setzte sich sogleich hin, sammelte sich und fuhr augenblicklich deutlich runter. Auch das obligatorische Stampfen der Schafe auf den Boden oder das Hin- und Herlaufen speziell der Lämmer brachte Charis nicht aus dem Konzept. Sie guckte freundlich konzentriert rüber und legte sich zuletzt sogar hin, um dem Treiben seelenruhig zuzuschauen:

schafe_klein

Nach ca. 5 Minuten Schafegucken konnte Reinhard mit einer vollkommen relaxten, locker und sauber neben dem Rad laufenden Charis den weiteren Heimweg antreten!

 

 

So ging das gute drei Tage hintereinander. Heute nun gab es eine neue Entwicklung:

Innerhalb von ca. drei Minuten gab es unterwegs erst eine Katzenbegegnung und – kaum, dass Charis sich davon wieder halbwegs gefangen hatte – als I-Tupfen noch 5 Hasen, die vergnügt über ein frisch umgepflügtes Feld hoppelten und ‚Hasch mich‘ spielten. Wer Charis kennt, kann sich vorstellen, dass sie bei diesem Anblick bald explodiert wäre. Besagtes Feld liegt gerade einmal 200m von der nächsten Schafherde entfernt. Was also machte Reinhard?

Genau!

 

 

Auf ging’s mit Charis zu den Schafen: Gucken, Setzen, Gucken, Legen, Gucken und dabei innerhalb von Sekunden runterfahren waren eins! Unsere Beobachtungen in den letzten Tagen waren also definitiv kein Zufall.

Heute setzte Charis noch einen drauf, indem sie nach einer Weile des Beobachtens das für Hütehunde typische Fixieren mit ‚Duckhaltung‘ zeigte. Wir sind gespannt, wie das weitergeht und werden natürlich berichten!

 

 

In der Zwischenzeit fragen wir uns, wo wir ‚Entspannungsschafe‘ zum Mitnehmen für aufregende Situationen unterwegs herkriegen.

Vorschläge werden gerne entgegen genommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.