Zylkène

Nachdem Charis im Herbst letzten Jahres plötzlich Panikattacken in unterschiedlichen Situationen und auch in ihr durchaus vertrautem, positiv gefärbtem Umfeld (sogar zuhause) zeigte, haben wir ihr ab Ende November täglich Zylkène zum Futter gegeben.

Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um ein Beruhigungsmittel, das bei vielen Säugetieren (inkl. dem Menschen ;-)) mit Erfolg eingesetzt wird. Allerdings hat es nicht die häufigen, teils üblen Nebenwirkungen vieler anderer Medikamente.

Nähere Informationen dazu gibt es z.B. hier.

Nachdem sich bei uns relativ zeitgleich zum Beginn der Medikation ein paar organisatorische Veränderungen im Tagesablauf ergaben, waren wir zunächst nicht sicher, ob die zwar nicht überwältigenden, aber doch merkbaren Verbesserungen in Charis‘ Verhalten darauf oder auf die Zylkène-Gabe oder auf die Kombination von beidem zurückzuführen waren. Um ehrlich zu sein, sind wir uns bis heute nicht absolut sicher.

Fakt ist jedoch, dass Charis sich seit dem Jahreswechsel (also einen Monat nach Beginn der Medikation und somit innerhalb der typischen Reaktionszeit) drastisch in vielerlei Hinsicht gebessert hat. Sie hat kaum noch Angst-/Panikattacken und wenn, sind diese harmlos verglichen mit denen vom Herbst. Sie ist rundum ‚gesetzter‘ und deutlich besser ansprechbar geworden.

Grundsätzlich kann Zylkène zwar auch dauerhaft gegeben werden, aber das ist nicht mein Plan. Wir haben also vor zwei Wochen damit begonnen, die Dosierung von täglich auf zweitäglich zu reduzieren und gehen nun auf 2 x wöchentlich runter.

Bislang sehen wir keine Verschlechterung in Charis‘ Zustand oder Ansprechbarkeit.

Unser Ziel ist es, die Zylkène-Gabe bis Mai ausgeschlichen zu haben. Sollte Charis allerdings wieder erhöhte Erregbarkeit, Unsicherheit oder ähnliches zeigen, werden wir sie wieder hochfahren. 😉

Parallel dazu trainieren wir natürlich an ihren diversen Baustellen weiter.

Zylkène hat bei Charis – vielleicht? – nicht die beeindruckende Wirkung gezeigt, wie ich sie aus diversen anderen Berichten vernommen habe. Immerhin gibt es aber auch Berichte, wonach das Mittel gar nicht geholfen haben soll.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei Charis zumindest den totalen Absturz in die Panik abgefangen und uns somit durchaus in unserem Training unterstützt hat.

Der Moment der Wahrheit wird im Zweifelsfall im Herbst kommen.

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