Baxter

Hunde, ich muss Euch unbedingt was erzählen!

Vor ein paar Tagen fuhren meine Menschen morgens mit mir los. Das kenne ich ja schon, aber diesmal fuhren die ganz woanders lang als ich es kenne. Na ja, sollte wohl eine Überraschung werden. Die ist denen aber auch gelungen! 🙂

Wir fuhren ein ganzes Stück über die Autobahn und dann durch jede Menge größere und ganz viele kleine Straßen. Die Sonne schien, es gab viel zu Gucken, also alles okay.

Aber dann hielten wir plötzlich irgendwo an, Frauchen stieg aus … und ließ mich und Herrchen einfach im Auto. Na, das ging ja mal gar nicht! Nach einer Weile kam sie aber wieder und meinte, wir sollten ihr mal folgen. Okay, das sollte mir nur recht sein.

Und was sah ich nach ein paar Metern? Einen Prachtkerl von Hund … mit einem Frauchen hintendran. Und der guckte auch noch nett zu mir rüber. Da wollte ich natürlich sofort hin! Aber diese Menschen meinten, wir sollten erst mal ein paar Meter mit Distanz gehen. Boah, was ein Nerv!

 

 

Nach einer Weile kam es natürlich wie es kommen musste: Endlich durfte ich mir den Kerl mal näher begucken und beschnuppern … und der gnädigerweise mich auch.

 

 

Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und durften fortan beieinander laufen. Ich wusste gar nicht, wohin ich alles gucken sollte. Da gab’s – von dem Kerl mal abgesehen – nämlich endlos weite Wiesen … und dann: Wasser – ein riiieeeesiges Wasser! Soweit ich nach rechts und links gucken konnte … Wasser! Meine Menschen meinten, das sei ein Fluss. Der hätte sogar einen Namen, nämlich Rhein … ich also nichts wie rein.

 

 

Ich sag’s Euch gleich. Wegtrinken klappt nicht. Ich hab’s versucht. Aber darin toben und plantschen lässt sich vorzüglich!

Nach einer Weile gingen wir alle die gesamte Strecke wieder zurück zu einem netten Garten (der jetzt um ein paar Blümchen ärmer ist).

 

 

Dort bekamen wir erst noch mal was zu trinken. Das war auch gut so, denn das Rheinwasser war bei der Hitze schon alles wieder raus.

Im Schatten ließ es sich richtig gut aushalten. Wir konnten ein wenig ausruhen, und dann ging’s auch schon wieder los mit der Toberei.

Die Menschen unterhielten sich, lachten viel … und Baxter und ich hatten unseren Spaß.

 

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Irgendwann sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Ich habe in der Nacht extrem gut geschlafen. Meine Menschen meinten, ich hätte bestimmt ganz viel geträumt …  weil ich nämlich im Schlaf gejunkt, geprustet und mit den Beinen gewackelt und den Augen gerollt hätte.

Die meinten doch tatsächlich, ich hätte bestimmt auch von Baxter geträumt.

 

 

Wer weiß? Ich werd’s Euch nicht verraten. Aaaaaber meine Menschen haben mir versprochen, dass wir den Baxter bald mal wieder treffen werden. Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Der Fuchs

Vor ein paar Tagen hatte ich während einer Trainingseinheit eine Eingebung.

Charis hatte sich einen fellbezogenen Futterbeutel von Anja geklaut und hatte ihn voller Begeisterung über eine – für ihre Verhältnisse – erstaunlich lange Strecke von gut 10-15m getragen. Nun hatte ich zwar schon einen ‚Felldummy‘. Den fand Charis auch relativ pannend, hat ihn aber nie auch nur einen Meter weit getragen. Sie mochte ihn aufnehmen und totschütteln … das war’s dann aber auch.

 

 

Der Beutel, den sie sich nun geschnappt hatte, zeichnete sich dadurch aus, dass er

1. viel größer, sprich länger war als unser Teil und

2. leer war.

Er schlabberte also locker zu den Seiten aus Charis‘ Schnauze.

Wir zergeln zuhause auch mal mit längeren Tüchern, aber die Kombination von ‚felliger‘ Oberfläche plus ‚Schlabbern‘ schien den Unterschied zu machen.

Ich ging also am nächsten Tag auf die Suche nach einem ‚Schlabberspielzeug‘ und wurde fündig!

Unser neues Spielzeug ist ein schlabberiger, gut 30cm langer Plüschfuchs. Charis ist derart begeistert von dem Teil, dass wir seither fast täglich damit unterwegs spielen, auch in Wald und Flur! Wir können damit lauern, mauseln … und natürlich auch werfen bzw. hinterher rennen und ihn fangen, durch die Luft schleudern … und in begrenztem Maße auch zergeln. Da wir Dank des inzwischen wieder etwas trockeneren Wetters auch häufiger mit der Schleppleine statt der Flexi unterwegs sind, hat Charis die Möglichkeit mal ein paar Meter mit ‚ihrem‘ Fuchs zu rennen und damit ‚abzuhauen‘.

Ein Heidenspaß und für uns ein unglaublicher Durchbruch.

 

 

Hier ein paar Eindrücke von unseren ‚Fuchsspielen‘:

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Der Mai ist gekommen …

Montag war ein unglaublich schöner Tag. Wir haben Urlaub und sind einfach mal ins Blaue gefahren. Zuhause haben wir erst noch eine Runde in unserem ‚unserer‘ Wälder gedreht. Toll, wie entspannt solche Spaziergänge mittlerweile bei uns laufen können. Die Begegnung mit einem schönen, großen Briard-Rüden nutzte Charis für ein ausgedehntes, wirklich wunderschönes Spiel. Keine Hetzerei, immer wieder Spielaufforderungen beiderseits und Spielbögen … alles, was wirkliches Spiel unter Hunden ausmacht.

Kurz danach eine Begegnung mit zwei älteren Hündinnen. Bei der einen (englischer Collie) blieb mir das Herz fast stehen, denn sie erinnerte mich – obwohl zobelfarben – unglaublich an Merlin in seinen letzten Monaten. Dieser von alten Knochen zeugende, steife Gang und dabei so würdevolle Blick. Ich schmolz förmlich dahin. Die andere Hündin kam uns ebenfalls recht steif – allerdings vor allem von der Mimik her – entgegen, so dass ich schon Zickenalarm befürchtete. Aber nein, Charis meisterte die Situation unglaublich souverän. Kein Rumgehampel, kein Gekeife, dafür eine zwar angespannte Annäherung, aber alles sehr ruhig, konzentriert und dabei jede Sekunde auf die Befindlichkeit des Gegenübers abgestimmt. Ich war sprachlos!

Dann ging’s bei Sonnenschein und leichtem Wind Richtung Nordeifel. Was soll ich lange herumschreiben. Unser Flederfrosch hat sich einfach nur supermega-bombastischphantastischturbotoll geschlagen. Auf sämtlichen Spaziergängen in teils – für sie – wirklich anspruchsvollem Gelände hat sie prima auf den doppelten Rückruf wie auch alle sonstigen Signale reagiert und ist durchweg ansprechbar geblieben. Mittags ging sie sogar in einem Bach im Wald baden und konnte dabei auch noch kleine Leckerchensuchspiele mit mir machen. Vor einem halben Jahr noch machte Wasser sie total gaga und war in der Kombination mit Wald nicht auszuhalten. Hätte mir morgens jemand gesagt, dass dies nun so relaxt ablaufen würde, ich hätte heftige Zweifel gehegt. 😉

Am Nachmittag kam die Krönung in Form eines Spaziergangs auf einer weiten Ebene mit extremer Weitsicht. Selbst da konnte Charis noch den DRR ausführen und blieb ansprechbar … eine halbe Stunde immerhin. Eine regelmäßige Leserin dieses Blogs wird sich das vermutlich kaum vorstellen können, denn sie hat uns vor einem Jahr noch live auf einer Wiese erlebt. Da lief alles noch seeeehhhhhhr anders.

 

 

Schön, wie sich unser Miteinander zu einem solchen entwickelt hat. 🙂

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Abends lag Charis – nachdem sie sich erst mal die Wampe vollgeschlagen hatte – wie tot auf der Couch und hat bis zum nächsten Morgen durchgeträumt.

Wenn’s das nächste Mal bei uns im Gebälk knarrzt, werde ich mir diesen Tag vor Augen halten!