ES ist passiert!

Leute, Leute! Ich MUSS Euch dringend etwas erzählen. Gestern ist etwas mächtig superdupermegatoll Großartiges passiert!

Meine neuen Menschen sind ja echt nett. Sie versorgen mich mit leckerem Futter, tollen Leckereien, feinen Spielzeugen, beschäftigen sich mit mir, sind auch viel mit mir unterwegs, aaaaber … draußen muss ich immer an der Leine bleiben. Die verstehen das einfach nicht, dass so ein Hund wie ich auch mal den Hasen ‚Guten Tag‘ sagen möchte oder mit den Rehen ‚Fangen spielen‘ will. Diese doofen Zweibeiner meinen echt, ich wäre nicht nett zu diesen Tieren und es gäbe auch andere Menschen, die fänden das nicht nur nicht nett, sondern würden bei solchem ‚Fehlverhalten‘ auch mal zu drakonischen Maßnahmen greifen! Ich weiß ja nicht, was sie damit meinen, aber echt: Versteh‘ einer diese Zweibeiner!

 

 

Nun denn, ich kann an der Flexileine mit anderen Hunden spielen, kann auch mit meinen Menschen nett laufen, manchmal auch etwas mit ihnen joggeln (Lahmarschadler!), aber so richtig sausebrauseflitzen … geht natürlich nicht an der Leine.

 

 

Glücklicherweise gibt’s ja den Garten zum Flitzen und glücklicherweise habe ich inzwischen auch soviel Gefallen an meinen Menschen, ihren Leckereien und den Beschäftigungen mit ihnen gefunden, dass mein Frauchen mich letztens tatsächlich sogar draußen mal für ein paar Meter mit der Schleppleine zu Herrchen hat sausen lassen. Das waren zwar nur so 20m, aber ich fand das schon ganz schön klasse. Frauchen meinte wohl, sie würde dabei einen Herzkaspar kriegen. Kann mir mal einer erklären, was DAS nun wieder ist?

 

 

Also jedenfalls … gestern war Frauchen megaturbomutig. Sie ist mit mir vom Büro aus zu einem unserer Spazottelgebiete gefahren und ist einen der bekannten Wege mit mir entlang gegangen. So was hat sie in den letzten Wochen schön öfter gemacht. Meist ist dann auch Herrchen nach kurzer Zeit gekommen oder hat dort schon auf uns gewartet, so dass wir einen schönen gemeinsamen Abendspazottel machten. Ich habe also immer wieder mal geguckt, aber … da war kein Herrchen in Sicht. So gingen wir also einfach den Weg weiter. Es gab viel zu schnüffeln, und die Abendtoilette musste natürlich auch noch erledigt werden. Zwischendurch ist Frauchen auch mal ein paar Meter mit mir gejoggelt, hat mich hier mal ’schauen‘ lassen, dort mal ’schnüffeln‘. Ja, das war schon nett. Aber das Tollste sollte noch kommen. Irgendwann guckte ich mich mal wieder um und … da war doch was am Ende des Weges. Das sah aus wie Herrchens Kopf, der da über einen kleinem Hügel hin und her wackelte. Ich drehte mich also um und zeigte Frauchen, was ich entdeckt hatte. Sie guckte kurz und meinte dann auch, dass das wie Herrchen aussähe. Ich habe mich natürlich mächtig gefreut, aber wie sollte ich es soooo lange aushalten, wo er doch noch soooo weit weg war. Mein Gehüpfe half mir jedenfalls nicht wirklich weiter. Also verlegte ich mich auf meine ultimative Erfolgsstrategie: Ich blieb einmal kurz stehen, guckte Frauchen mit meinem Supermegaturboherzerweichendsten ‚Bin ich nicht süüüüüß‘-Blick an … und schon machte es Click und Frauchen sagte ‚LOS, LAUF ZU HERRCHEN!‘.

Ich konnte es gar nicht fassen, sauste natürlich gleich los und … YEEAAAHHHH! Frauchen hatte die lange Leine losgelassen. Ca. 80 – 100m sauste ich so im schnellsten Sausebraustempo zu Herrchen, der mich auch gleich mit viel Gelächter und Freude empfing, um mich direkt wieder zurück zu Frauchen zu schicken. Wollte ich das denn? JA, ich wollte und raste im gleichen Tempo zu Frauchen, die mich aber unverzüglich im Bogen wieder zu Herrchen schickte.

Mensch, Leute! DAS war vielleicht ein Fest!

 

 

Ich war richtig aus der Puste, meine Menschen lobten mich über und über und gingen dann noch eine schöne große Waldspazierrunde mit mir spazieren.

Ob das jetzt wohl öfter passiert? Ich glaube, ich werde noch mal kräftig üben. Dann klappt das bestimmt!

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