Seminarhund

Gestern hat mich Charis das erste Mal zeitweilig zu einem Seminar ‚begleitet‘. Ich hatte Anja Fiedler zu einem Wochenende im Zeichen der ‚jagdlich motivierten Hunde‘ eingeladen und musste mich entsprechend um die Teilnehmer kümmern.

Bisher hat Reinhard bei solchen Anlässen Charis übernommen (er hat so gar kein Interesse an diesen Seminaren :-(). Nun wird es Zeit, dass er seiner ‚Fesseln‘ entledigt wird … und ich will schließlich auch irgendwann mal mit Charis aktiv an Seminaren teilnehmen.

 

 

Sie musste eine gute Weile im Wagen ausharren, was an sich kein Problem für sie darstellt. Den Wagen kennt sie gut. Er ist ihre Burg, ihr sicheres Fort. Von dort kann sie ihre Umgebung beobachten und in ihm kann sie ausruhen.

Das war nicht immer so, weil die langweiligen oder auch mal unangenehmen (Tierarzt) Fahrten regelmäßig mit mir in diesem Auto stattfanden und die Halligalli-Spaßfahrten grundsätzlich mit dem Wagen von Reinhard. An der Schraube haben wir in den vergangenen Monaten verstärkt gedreht – mit Erfolg.

Die Herausforderung für Charis lag darin, die um das Auto (und manchmal auch um mich ;-)) herumwuselnden Hunde zu ertragen. Kein leichter Job für unsere Hummel.

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Ihnen ruhig zuzusehen, wie sie mit ihren Menschen arbeiteten, verlangte viel Impulskontrolle von Charis. Zeitweilig hat die dann auch mal versagt, aber ich war zufrieden mit ihrer Leistung. Schließlich konnte ich nach zwei Stunden sogar die Heckklappe auflassen, ohne dass Madame jeden Hund anblöken musste.

 

 

Was für mich mindestens genauso wichtig war: Ich konnte sie auch ein paar mal kurz rausnehmen, um mit ihr ein Stück an der Schleppleine zum Lösen und Lüften zu gehen.

Sie musste dabei nicht in die Gruppe preschen, sondern konnte mir passabel bis sogar locker an der Leine folgen und konnte sich auf die Signale einlassen. In ausreichender Distanz konnte sie sogar mal zur Entspannung eine isometrische Übung (Schultertouch) ausführen.

Zwischendurch ging ich immer wieder zu ihr und ließ sie das Geschehen auch mal durch die offene Seitentür beobachten. Wirklich locker sieht anders aus, aber es war möglich … und es lief deutlich besser, als ich vorher erwartet hatte.

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Mittags holte Reinhard sie ab und drehte eine große Runde über die Felder mit ihr. Selbst das ging richtig gut, wie er mir abends berichtete. Vor einem Jahr noch hätte er dann den ganzen Frust vom Warten und Zugucken abbekommen.

Alle Seminarteilnehmer, die ich vorsichtshalber vorgewarnt hatte, bestätigten unaufgefordert, dass Charis ihnen gar nicht so aufgefallen wäre – wenn ich nicht vorab darauf hingewiesen hätte, dass es eine Premiere für sie ist und sie ja gerne mal etwas impulsiv reagiert.

Erstaunlich und erfreulich, was der Flederfrosch inzwischen schafft!

Das macht Hoffnung für die bevorstehende Seminarsaison. Nun kann es langsam losgehen!

 

 

 

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