ES ist schon wieder passiert

… und diesmal habe ich es sogar gefilmt.

Gestern haben Reinhard und ich uns wieder nach der Arbeit zum Abendspazottel in einem Waldgebiet verabredet. Das tolle Wetter musste einfach genutzt werden.

Ich hatte mich für die Ecke entschieden, wo ich Charis‘ Schleppe vor gut zwei Wochen das erste Mal für eine längere Distanz im Wald fallen ließ. Ich fühlte mich gut und wollte eine Wiederholung wagen. Reinhard war wieder etwas später dran als ich. Das kam mir gut aus. So konnte ich schon ein paar Meter in den  Wald hinein gehen und abchecken, ob ich es wagen könnte, oder ob Charis vielleicht doch Wild oder sonstige Auslöser anzeigen würde (das tut sie mittlerweile wirklich wunderbar).

 

 

Die Strecke schien sicher und Reinhard ließ sich Zeit. Ich ‚kegelte‘ ein wenig mit Charis (eine Übung, die ich seit einigen Tagen vermehrt mit Charis mache, um sie mittelfristig zu einer tollen  Belohnung über Alternativverhalten bei Auslösersichtung auszubauen). Der Flederfrosch machte brav mit, hielt aber auch eisern Ausschau nach Reinhard. Charis hatte sehr schnell das Gelände erkannt, und die Verknüpfung mit dem letzten Schleppen-Freilauf schien wirklich seeehr gut erfolgt.

 

 

Immer wieder drehte Charis sich um, zuckte kurz aufgeregt, als ein Auto am Ende des Weges auf den Parkplatz fuhr … aber es war das falsche Auto, und das erkannte sie auch schnell. Wir trotteten also weiter. Ich genoss die schöne Waldluft und den Sonnenschein, Charis schnupperte hier und hielt dort Ausschau. Ein Zustand, der vor anderhalb Jahren noch undenkbar schien!

Endlich erschien Reinhards Wagen am – mittlerweile wirklich weiten – Ende des Weges! Charis blieb wie angewurzelt stehen, als sie ihn erkannte. Nun wäre ich eigentlich gerne mit ihr wieder ein Stück zurückgegangen. Die Distanz schien mir doch recht gewagt! Andererseits … wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich nahm mir also die Kamera raus und hielt drauf. Somit habe ich zwar nicht das allererste Mal, aber immerhin eines der ersten Male festgehalten, wo Charis ‚frei‘ im Wald unterwegs war.

Wie man der ‚Kameraführung‘ entnehmen kann, war ich regelrecht trunken vor Glück, dass alles so toll klappte. Vor lauter Überwältigung habe ich auch komplett vergessen, dass die Kamera über einen Zoom verfügt. Aber was soll’s? Es war schon phänomenal, dass Charis so brav warten konnte, bis ich sie loslies. Vor zwei Wochen noch hing sie auf den Hinterläufen stehend und bellend in der Leine, weil sie es nicht erwarten konnte.

Leider machte die Batterie der Kamera genau in dem Moment schlapp, als Charis wieder in meine Richtung lief, aber auch da lief sie wie eine Eins auf Schienen und lief ebenso erfreut wieder zu Reinhard zurück!

 

 

Wir hatten noch einen wunderbaren Waldspaziergang. Charis konnte sogar noch eine Rehsichtung gut verpacken und blieb durchweg gut ansprechbar. Die Entwicklung der letzten Wochen haut mich fast um. Ihre Impulskontrolle ist deutlich besser geworden und insgesamt ist sie – für ihre Verhältnisse – wieder einen ganzen Schritt gelassener geworden.

Am Wochenende steht die nächste ‚Hürde‘ an. Charis wird mich zu einer Seminarteilnahme mit vielen fremden Menschen und auch Hunden begleiten. Ich bin sehr gespannt, wie sie das schaffen wird. Natürlich werde ich dann auch wieder berichten … oder Charis! 😉

 

 

 

 

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