Spielen

… ist wichtig. Im Spiel lernen Hunde (wie alle anderen Säugetiere inkl. dem Mensch) Kommunikation, Selbstbeherrschung, Koordination und vieles andere mehr. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass schon Welpen richtiges Spielen lernen. Dazu braucht es natürlich kompatible Artgenossen und meist auch eine Aufsicht, die im Zweifelsfall helfend eingreift, z.B. wenn das Spiel zu grob wird. In den ersten Wochen übernimmt meist die Mutterhündin diese Rolle, aber auch in dieser Zeit kann der Mensch (dann meist der Züchter) schon unterstützend tätig werden.

Charis kann im Prinzip wunderbar mit anderen Hunden spielen. Es ist auch ziemlich egal, ob diese Hunde groß, klein, dick, dünn, weiß oder schwarz sind. Sie kann es grundsätzlich mit allen Hunden.

Man merkt jedoch immer wieder, dass ihr früher in entscheidenden Situationen nicht vernünftig geholfen wurde. Sie dreht je nach Spielpartner extrem schnell hoch (so wie in allen evtl. aufregenden Situationen), wird dann sehr schnell grob und muss daher öfters zeitig aus solchen Spielen rausgeholt werden, um ein Kippen zu verhindern.

Das ist allerdings ein Problem, das nicht nur sie oder Hunde aus dem Tierschutz betrifft. Leider ist gerade dieses Problem oft hausgemacht. Ursachen gibt es hier viele.

Umso mehr freut es mich, wenn ich Charis spielen sehe und dabei alles passt. Gestern habe ich wieder mal solch ein Spiel beobachten können und eine Sequenz daraus gefilmt.

Viel Spaß beim Zuschauen.

Nachträge

In den vergangenen Monaten hat die Aktualisierung der Website etwas gelitten.

Um Charis‘ Entwicklung hier festzuhalten, werde ich die entsprechenden Beiträge in der kommenden Zeit nach und nach hier einstellen. Ich möchte dabei die Chronologie der Entwicklung beibehalten und werde die Beiträge dem Datum entsprechend hier eingefügen. D.h. es werden nach und nach Beiträge hier ’neu‘ eingestellt werden, die aber aufgrund des Datums nicht sofort als neu auffallen, weil sie in die jeweiligen Lücken gesetzt werden.

Wer die einzelnen Schritte nachverfolgen mag, sollte also am besten immer mal wieder reinschauen und dann auch unter ‚älteren‘ Beiträgen nachschauen, da z.B. ein Beitrag zum Januar ihm dann natürlich nicht hier gleich als ’neuer‘ Beitrag auffallen wird. Der Rückblick wird sich lohnen.

😉

ES ist passiert!

Leute, Leute! Ich MUSS Euch dringend etwas erzählen. Gestern ist etwas mächtig superdupermegatoll Großartiges passiert!

Meine neuen Menschen sind ja echt nett. Sie versorgen mich mit leckerem Futter, tollen Leckereien, feinen Spielzeugen, beschäftigen sich mit mir, sind auch viel mit mir unterwegs, aaaaber … draußen muss ich immer an der Leine bleiben. Die verstehen das einfach nicht, dass so ein Hund wie ich auch mal den Hasen ‚Guten Tag‘ sagen möchte oder mit den Rehen ‚Fangen spielen‘ will. Diese doofen Zweibeiner meinen echt, ich wäre nicht nett zu diesen Tieren und es gäbe auch andere Menschen, die fänden das nicht nur nicht nett, sondern würden bei solchem ‚Fehlverhalten‘ auch mal zu drakonischen Maßnahmen greifen! Ich weiß ja nicht, was sie damit meinen, aber echt: Versteh‘ einer diese Zweibeiner!

 

 

Nun denn, ich kann an der Flexileine mit anderen Hunden spielen, kann auch mit meinen Menschen nett laufen, manchmal auch etwas mit ihnen joggeln (Lahmarschadler!), aber so richtig sausebrauseflitzen … geht natürlich nicht an der Leine.

 

 

Glücklicherweise gibt’s ja den Garten zum Flitzen und glücklicherweise habe ich inzwischen auch soviel Gefallen an meinen Menschen, ihren Leckereien und den Beschäftigungen mit ihnen gefunden, dass mein Frauchen mich letztens tatsächlich sogar draußen mal für ein paar Meter mit der Schleppleine zu Herrchen hat sausen lassen. Das waren zwar nur so 20m, aber ich fand das schon ganz schön klasse. Frauchen meinte wohl, sie würde dabei einen Herzkaspar kriegen. Kann mir mal einer erklären, was DAS nun wieder ist?

 

 

Also jedenfalls … gestern war Frauchen megaturbomutig. Sie ist mit mir vom Büro aus zu einem unserer Spazottelgebiete gefahren und ist einen der bekannten Wege mit mir entlang gegangen. So was hat sie in den letzten Wochen schön öfter gemacht. Meist ist dann auch Herrchen nach kurzer Zeit gekommen oder hat dort schon auf uns gewartet, so dass wir einen schönen gemeinsamen Abendspazottel machten. Ich habe also immer wieder mal geguckt, aber … da war kein Herrchen in Sicht. So gingen wir also einfach den Weg weiter. Es gab viel zu schnüffeln, und die Abendtoilette musste natürlich auch noch erledigt werden. Zwischendurch ist Frauchen auch mal ein paar Meter mit mir gejoggelt, hat mich hier mal ’schauen‘ lassen, dort mal ’schnüffeln‘. Ja, das war schon nett. Aber das Tollste sollte noch kommen. Irgendwann guckte ich mich mal wieder um und … da war doch was am Ende des Weges. Das sah aus wie Herrchens Kopf, der da über einen kleinem Hügel hin und her wackelte. Ich drehte mich also um und zeigte Frauchen, was ich entdeckt hatte. Sie guckte kurz und meinte dann auch, dass das wie Herrchen aussähe. Ich habe mich natürlich mächtig gefreut, aber wie sollte ich es soooo lange aushalten, wo er doch noch soooo weit weg war. Mein Gehüpfe half mir jedenfalls nicht wirklich weiter. Also verlegte ich mich auf meine ultimative Erfolgsstrategie: Ich blieb einmal kurz stehen, guckte Frauchen mit meinem Supermegaturboherzerweichendsten ‚Bin ich nicht süüüüüß‘-Blick an … und schon machte es Click und Frauchen sagte ‚LOS, LAUF ZU HERRCHEN!‘.

Ich konnte es gar nicht fassen, sauste natürlich gleich los und … YEEAAAHHHH! Frauchen hatte die lange Leine losgelassen. Ca. 80 – 100m sauste ich so im schnellsten Sausebraustempo zu Herrchen, der mich auch gleich mit viel Gelächter und Freude empfing, um mich direkt wieder zurück zu Frauchen zu schicken. Wollte ich das denn? JA, ich wollte und raste im gleichen Tempo zu Frauchen, die mich aber unverzüglich im Bogen wieder zu Herrchen schickte.

Mensch, Leute! DAS war vielleicht ein Fest!

 

 

Ich war richtig aus der Puste, meine Menschen lobten mich über und über und gingen dann noch eine schöne große Waldspazierrunde mit mir spazieren.

Ob das jetzt wohl öfter passiert? Ich glaube, ich werde noch mal kräftig üben. Dann klappt das bestimmt!

Liegeplätze

Seit ca. Jahreswende deuten sich Veränderungen in Charis‘ Kontaktverhalten und der bevorzugten Nutzung ihrer Schlaf- oder Liegeplätze an.

Während unsere drei früheren Hunde gerne im Schlafzimmer und am allerliebsten mit im Bett schliefen, tut sich Charis (m.E. aufgrund der Erlebnisse in ihren ersten Lebenswochen und -monaten) weiterhin recht schwer mit solch nahem Kontakt. Bis Anfang des Jahres schlief sie überwiegend auf der Couch:

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Allerdings verlässt sie seit Jahresbeginn nicht mehr sofort ihren Platz auf der Couch, sobald wir diese entern. Seit ca. 2 Monaten streckt sie uns sogar gelegentlich den Bauch hin und genießt es dann unübersehbar, wenn wir ihr den Bauch-/Brustbereich krabbeln. Wir genießen diese Entwicklung nicht minder!

 

 

Hinzu kommt, dass Charis seit zwei Monaten auch immer öfter bei uns im Schlafzimmer nächtigt, zumindest stundenweise. 😉

Diese Entwicklung nahm ihren Anfang damit, dass wir ihr im Herbst über eine liebe Bekannte ein Schafsfell besorgt hatten. Das fand sie auch von Anfang an richtig toll, allerding so toll, dass sie es immer wieder auch mal zum Zerbeissen und Zerreissen nahm. In der Zwischenzeit mussten wir es leider entsorgen bzw. in mehrere kleine Stücke schneiden. Sei’s drum.

Dieses Fell legten wir nach ein paar Wochen ins Schlafzimmer et voilà: Charis folgte ihm und legte sich fortan regelmäßig in Ruhephasen darauf, vornehmlich wenn wir nicht dabei waren, nach einer Weile blieb sie auch darauf liegen, wenn wir ins Schlafzimmer kamen.

Vor zwei Monaten hat Reinhard ihr dann eine Kudde spendiert.

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Das Teil ist der Volltreffer:

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Die Zeiten, die sie darin ruhend oder schlafend – gleich ob mit oder ohne uns im Zimmer – verbringt, werden immer länger.

 

 

Zu Jahresbeginn haben wir außerdem die zu große Faltbox (Fehlkauf 🙁 ) gegen eine kleinere getauscht.

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Zu unserer Verblüffung stieg Charis noch am selben Abend von sich aus hinein und legt sich seither oft auch zum Dösen hinein, was wir natürlich schön bestärken.

Die Fotos sind leider alle etwas dunkel geraten, weil ich jeweils nicht die richtige Kamera zur Hand hatte und ich Charis nicht mit Blitzlicht unnötig irritieren wollte. Wir werden weiter berichten, dann mit hoffentlich besseren Fotos untermalt.

Der März ist gekommen

Höchste Zeit also, endlich mal wieder einen Blick auf die ‚Belohnungsliste‘ für Charis zu werfen. Immerhin hat sich doch einiges getan in den vergangenen Wochen und Monaten, auch wenn wir aufgrund des heftigen Winterwetters, meines daraus resultierenden Krankenhausaufenthalts (frau sollte einfach keine neuen Winterstiefel mit neuer Sohle auf Glatteis ausprobieren) und einiger anderer Widrigkeiten nicht so intensiv mit ihr geübt haben, wie wir das eigentlich vorhatten. Manchmal aber ist weniger auch mehr:

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Zwei wesentliche Veränderungen haben sich ergeben:

Zum einen kann Charis inzwischen deutlich besser und länger ‚Ruhe bewahren‘. Während sie im ersten Jahr bei uns doch mächtig hibbelig war und immer wieder ‚Rennattacken‘ hatte, kann sie mittlerweile wirklich lange und entspannt z.B. einfach auf der Terasse sitzen oder liegen und auf ihr Reich herab schauen (da kommen Erinnerungen an Kessy hoch). Aber auch das Schauen draußen in Feld und Flur funktioniert inzwischen richtig gut. Das werden wir noch weiter ausbauen!

 

 

Zum anderen können wir Charis inzwischen deutlich mehr über Interaktionen mit uns belohnen. Geholfen hat dabei, dass sie – gemessen am ersten Jahr – inzwischen auch draußen fast schon verfressen ist, wobei ihr absolutes Highlight Ziegenkäsebröckchen sind. Die haben zudem den Vorteil, dass sie auch in der Dunkelheit der vergangenen Wochen immer gut zu sehen waren. Das war uns öfters eine Hilfe, wenn wir sie von Auslösern weg belohnen wollten. Dunkle Brocken in der Finsternis nahm sie kaum wahr und blieb mit den Augen am Auslöser kleben. So ein fliegender heller Käsebrocken im Dunkeln hingegen ware für sie doch ein großer optischer Reiz und somit häufig das Zünglein an der Waage, wenn wir ‚Land gewinnen‘ wollten.

 

 

Zurzeit entwickeln sich die Dinge bei ihr wieder in etwas größeren Schüben. Wir werden also sicher bald wieder eine neue Liste brauchen!

 

 

Motivationsorientierte Belohnungen

… sind das A und O im Training mittels positiver Verstärkung. Dazu bedarf es guter Beobachtung. Leckereien z.B. können je nach Wetterlage, Erregungsniveau, Umfeld usw. sehr wertvoll sein. Sie können u.U. aber sogar ins Gegenteil umschlagen.

Würdet Ihr z.B. bei der derzeitigen schwülen Hitze einen trockenen Futterbrocken für erstrebenswert halten, wenn Ihr gerade eine halbe Stunde gejoggt seid?

Da würde Euch sicher der Sinn nach etwas ganz anderem stehen.

 

 

Leider war es uns in den ersten Monaten mit Charis kaum möglich, sie motivationsorientiert zu belohnen. Zudem nahm sie draußen … und dann auch noch bei Aufregung … überhaupt keine Futterblohnungen an.

 

 

Wir mussten sie erst kennenlernen. Wir mussten uns gegenseitig erst besser kennenlernen.

Dieses Kennenlernen und das gemeinsame Training haben inzwischen einige Verschiebungen in ihren Lieblingstätigkeiten und der daraus resultierenden Belohnungsliste gezeitigt. Aber schaut selbst:

Unsere erste Belohnungsliste …

belohnungsliste_juli2011

… und hier der aktuelle Stand

belohnungslistecharis_august2012

Ihre Hauptaktivität der ersten Monate bestand in Rennen, Hüpfen, Springen, Hetzen …

 

 

Fast alle Belohnungen mit uns waren seinerzeit ausschließlich im Haus oder max. auf der Terrasse möglich. Draußen waren wir praktisch komplett ‚abgemeldet‘. Inzwischen ist auch unterwegs und sogar in fremdem, neuem Gelände Interaktion mit uns möglich.

Die ‚rausgefallenen‘ Belohnungen wurden entweder in tagtägliche Rituale eingebaut oder werden nicht mehr als Belohnung eingesetzt, weil sich Charis‘ Motivationen und Bedürfnisse geändert haben.

Ich finde, das kann sich sehen lassen.

Augen-Blick!

In den vergangenen Wochen war mir wohl bewusst, wie gut Charis sich gerade auch seit dem Frühjahr entwickelt hat. Da hat es noch mal einen ordentlichen Schub getan.

Wirklich klar wurde mir manches aber erst vor einigen Tagen, als sie infolge Überforderung nach gut 3 – 4 Monaten das erste Mal wieder komplett ausrastete und ihr gesamtes Frustrepertoire abspulte. Da kamen wirklich üble Erinnerungen hoch. Damals zählten wir die Momente, in denen es auch mal ruhig und gelassen ging!

 

 

Solche Begebenheiten können aber auch den Blick fürs Detail schärfen.

Woran merkt der Hundehalter z.B., wenn sein (Tierschutz-) Hund sich immer näher an ihn anschließt?

Ein Indiz ist vermutlich der Blickkontakt.

Meine früheren Hunde hielten – egal, welcher Motivation sie ansonsten grade fröhnten – gerne Blickkontakt mit mir. Charis kommt neuen Menschen zwar grundsätzlich auch erst mal interessiert bis freudig erregt entgegen. Den freien Blickkontakt hat sie aber bislang eher selten angeboten.

Wir waren schon froh, als sie nach Wochen der Markerarbeit endlich anfing, sich auf den Marker hin auch mal zu uns hin zu orientieren. Damit hatten wir den Fuß in der Tür.

Seit zwei Wochen beobachte ich ein neues Phänomen, das für viele ’normale‘ Hundehalter vermutlich nicht der Rede wert wäre:

Charis nimmt von sich aus immer häufiger Blickkontakt mit uns auf. Manchmal fordert sie uns regelrecht auf, mal dies und mal jenes zu tun.

Begonnen hat diese Entwicklung passenderweise mit dem Aufbau des ‚Schau‘. Seitdem sie das recht zuverlässig unter Signal ausführen kann … und es auch als Belohnung ausführen darf! 😉 … hat sich ihr ‚Blickwinkel‘ anscheinend verändert. Zudem lassen wir sie ja nicht ’sinnentleert‘ einfach in der Gegend herumgucken, sondern haben über das ‚Zeigen & Benennen‘ eine weitere Möglichkeit gewonnen, ihr den Anblick gewisser Auslöser angenehm bis selbstbelohnend zu gestalten.

Inzwischen ist sie im Training an dem Punkt angekommen, an dem sie beginnt Auslöser anzuzeigen … z.B. Eichhörnchen oder Vögel. Das lässt Hoffnung auch in Bezug auf andere Auslöser aufkommen!

Beim gemeinsamen Betrachten kommt inzwischen immer öfter ein Blick von ihr, der ganz klar fragt: ‚Hey, ich hab’s Dir gezeigt – WAS krieg‘ ich nun dafür?‘.

Ich kann überhaupt nicht beschreiben, was für ein Glücksgefühl mir in sämtliche Knochen fuhr, als sie das das erste Mal mit mir machte.

Endlich spricht sie in Worten mit mir! … so wie es Kessy früher oft tat.

 

 

Wir versuchen möglichst motivationsorientiert zu belohnen und zu verstärken. D.h. mal darf sie weitergucken (solange die Erregungslage dabei nicht zu hoch wird), mal darf sie einen entsprechend geworfenenen, evtl. vorher noch zum ‚Lauern‘ angebotenen Futterbrocken oder einen anderen Gegenstand hetzen und ‚erlegen‘. Manchmal darf sie ihn im Gras suchen. Manchmal laufen wir hüpfend und springend ein paar Meter zusammen den Weg entlang (ja, ich jubel dann auch freudig herum ;-D). Das ist bestimmt ein tolles Bild für den nichts ahnenden Betrachter *lol*. Inzwischen gibt es also deutlich mehr Belohnungsalternativen als vor einem Jahr.

Wir haben uns besser kennengelernt, haben Vertrauen aufgebaut, haben Spaß miteinander. Wir wachsen zusammen!

 

 

Eine liebe Bekannte erwähnte vor einer Weile mal, dass es für sie wohl nichts Größeres gibt, als von ihrem Hund ‚angehimmelt‘ zu werden.

Das war und ist nicht mein Bestreben.

Ich gebe jedoch zu … es ist ein tolles Gefühl, wenn der Hund an der Seite langsam zum ‚eigenen‘ Hund wird und dies auch durch solche Augen-Blicke zeigt!

 

Nasenarbeit

Seit dem Jahresbeginn zeigt Charis eine recht stete Aufwärtsentwicklung. Wir hatten noch ein paar ‚unsichere‘ Phasen, aber keinerlei ‚Abstürze‘ mehr wie im vergangenen Jahr. Natürlich haben wir auch weiterhin etwas aktivere Zeiten und dann wieder solche, in denen aus unterschiedlichsten Gründen das ‚Training‘ ruhiger läuft.

Nachdem ich im April ins Mantrailing reinschnuppern und erleben durfte, wieviel Spaß unterschiedlichste Hundetypen dabei haben können, haben wir es mit Charis auch probiert. Es war ein ziemlicher Volltreffer.

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Wir sind zwar immer noch in den Anfängen, aber es macht uns dreien mächtig Spaß. Das unglaublichste Erlebnis dabei ist, dass Charis während ihrer Suche im Wald mit all seinen Verlockungen sich kaum ablenken lässt.

Strecken von ca. 100 – 200 m arbeitet sie zielstrebig aus. Ich tue mich allerdings wirklich schwer damit sie zu halten, wenn sie mit Vollgas zur gesuchten Person prescht.

Da könnte ich fast genauso gut Rehwild auf 10 m vor mir stehen haben!

 

 

Aaaaaaber … auf diesen Strecken bringt sie nichts und niemand vom Weg ab. Eine wirklich erstaunliche Erfahrung!

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Nachdem Charis mittlerweile auch keine großen Bedenken mehr bei der Kontaktaufnahme mit Baumstämmen und ähnlichem Gedöns unterwegs hat, können wir sie nun auch immer öfter Leckerchen oder Spielies suchen lassen.

Dazu haben wir inzwischen auch ‚Verloren auf der Rückspur‘ angefangen.

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Ooops, da war doch was!?

Nach diversen Anläufen, die immer wieder an ihrer Konzentrationsfähigkeit oder auch mal an unserer für sie nicht optimalen Herangehensweise scheiterten, haben wir endlich den Zugang zu Charis‘ Nasenwelt gefunden und somit eine neue, wirklich an ihren Interessen ausgerichtete und zudem endlos vielseitige Beschäftigungs- und Belohnungsmöglichkeit an der Hand.

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Alle diese gemeinsamen Aktivitäten haben ihr Interesse an uns Menschen (also Reinhard und mir) in den letzten Wochen deutlich gesteigert.

Sie bietet inzwischen immer öfter von sich aus Blickkontakt an und läuft nicht mehr permanent am Ende der Leine.

Freude auf der ganzen Linie!

Baxter

Hunde, ich muss Euch unbedingt was erzählen!

Vor ein paar Tagen fuhren meine Menschen morgens mit mir los. Das kenne ich ja schon, aber diesmal fuhren die ganz woanders lang als ich es kenne. Na ja, sollte wohl eine Überraschung werden. Die ist denen aber auch gelungen! 🙂

Wir fuhren ein ganzes Stück über die Autobahn und dann durch jede Menge größere und ganz viele kleine Straßen. Die Sonne schien, es gab viel zu Gucken, also alles okay.

Aber dann hielten wir plötzlich irgendwo an, Frauchen stieg aus … und ließ mich und Herrchen einfach im Auto. Na, das ging ja mal gar nicht! Nach einer Weile kam sie aber wieder und meinte, wir sollten ihr mal folgen. Okay, das sollte mir nur recht sein.

Und was sah ich nach ein paar Metern? Einen Prachtkerl von Hund … mit einem Frauchen hintendran. Und der guckte auch noch nett zu mir rüber. Da wollte ich natürlich sofort hin! Aber diese Menschen meinten, wir sollten erst mal ein paar Meter mit Distanz gehen. Boah, was ein Nerv!

 

 

Nach einer Weile kam es natürlich wie es kommen musste: Endlich durfte ich mir den Kerl mal näher begucken und beschnuppern … und der gnädigerweise mich auch.

 

 

Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und durften fortan beieinander laufen. Ich wusste gar nicht, wohin ich alles gucken sollte. Da gab’s – von dem Kerl mal abgesehen – nämlich endlos weite Wiesen … und dann: Wasser – ein riiieeeesiges Wasser! Soweit ich nach rechts und links gucken konnte … Wasser! Meine Menschen meinten, das sei ein Fluss. Der hätte sogar einen Namen, nämlich Rhein … ich also nichts wie rein.

 

 

Ich sag’s Euch gleich. Wegtrinken klappt nicht. Ich hab’s versucht. Aber darin toben und plantschen lässt sich vorzüglich!

Nach einer Weile gingen wir alle die gesamte Strecke wieder zurück zu einem netten Garten (der jetzt um ein paar Blümchen ärmer ist).

 

 

Dort bekamen wir erst noch mal was zu trinken. Das war auch gut so, denn das Rheinwasser war bei der Hitze schon alles wieder raus.

Im Schatten ließ es sich richtig gut aushalten. Wir konnten ein wenig ausruhen, und dann ging’s auch schon wieder los mit der Toberei.

Die Menschen unterhielten sich, lachten viel … und Baxter und ich hatten unseren Spaß.

 

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Irgendwann sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Ich habe in der Nacht extrem gut geschlafen. Meine Menschen meinten, ich hätte bestimmt ganz viel geträumt …  weil ich nämlich im Schlaf gejunkt, geprustet und mit den Beinen gewackelt und den Augen gerollt hätte.

Die meinten doch tatsächlich, ich hätte bestimmt auch von Baxter geträumt.

 

 

Wer weiß? Ich werd’s Euch nicht verraten. Aaaaaber meine Menschen haben mir versprochen, dass wir den Baxter bald mal wieder treffen werden. Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Der Fuchs

Vor ein paar Tagen hatte ich während einer Trainingseinheit eine Eingebung.

Charis hatte sich einen fellbezogenen Futterbeutel von Anja geklaut und hatte ihn voller Begeisterung über eine – für ihre Verhältnisse – erstaunlich lange Strecke von gut 10-15m getragen. Nun hatte ich zwar schon einen ‚Felldummy‘. Den fand Charis auch relativ pannend, hat ihn aber nie auch nur einen Meter weit getragen. Sie mochte ihn aufnehmen und totschütteln … das war’s dann aber auch.

 

 

Der Beutel, den sie sich nun geschnappt hatte, zeichnete sich dadurch aus, dass er

1. viel größer, sprich länger war als unser Teil und

2. leer war.

Er schlabberte also locker zu den Seiten aus Charis‘ Schnauze.

Wir zergeln zuhause auch mal mit längeren Tüchern, aber die Kombination von ‚felliger‘ Oberfläche plus ‚Schlabbern‘ schien den Unterschied zu machen.

Ich ging also am nächsten Tag auf die Suche nach einem ‚Schlabberspielzeug‘ und wurde fündig!

Unser neues Spielzeug ist ein schlabberiger, gut 30cm langer Plüschfuchs. Charis ist derart begeistert von dem Teil, dass wir seither fast täglich damit unterwegs spielen, auch in Wald und Flur! Wir können damit lauern, mauseln … und natürlich auch werfen bzw. hinterher rennen und ihn fangen, durch die Luft schleudern … und in begrenztem Maße auch zergeln. Da wir Dank des inzwischen wieder etwas trockeneren Wetters auch häufiger mit der Schleppleine statt der Flexi unterwegs sind, hat Charis die Möglichkeit mal ein paar Meter mit ‚ihrem‘ Fuchs zu rennen und damit ‚abzuhauen‘.

Ein Heidenspaß und für uns ein unglaublicher Durchbruch.

 

 

Hier ein paar Eindrücke von unseren ‚Fuchsspielen‘:

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